TransSec

Autonomous emergency manoeuvring and movement monitoring for road transport security

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Ziele

Das Projekt TransSec hat das Ziel die Sicherheitsfunktionen von Lastwagen so weiterzuentwickeln, dass nicht nur Unfälle, sondern auch bewusst herbeigeführte Zusammenstöße verhindert werden können. Damit soll der Missbrauch von Lastwagen, beispielsweise für Terroranschläge, unmöglich gemacht werden. Sicherheitssysteme, wie sie heute in Lastwagen zu finden sind, lassen sich meist durch den Fahrer deaktivieren, weshalb diese Systeme nicht in der Lage sind den bewussten Missbrauch zu verhindern.

Errungenschaften

In TransSec werden die neuesten Entwicklungen der Bereiche

  • Europäische Satellitennavigationstechnologie,
  • Multi-Sensor-Positionsbestimmung,
  • hochpräziser digitaler Karten,
  • Umfeldwahrnehmung,
  • Szenenverstehen und der Risikoabschätzung
  • und autonome Fahrfunktionen

zusammengeführt, um die derzeitig verbauten Sicherheitssysteme so weiterzuentwickeln, dass diese nicht nur Unfälle, sondern auch den böswilligen Missbrauch von Lastwagen verhindern können.

Kurzbeschreibung

Die führenden europäischen Lastwagenhersteller haben mittlerweile innovative Sicherheitssysteme wie Abstandsregeltempomaten, automatische Notbremsassistenten oder Spurhalteassistenten entwickelt, mit deren Hilfe viele Lastwagenunfälle verhindert werden können. Diese Systeme sind bereits auf dem Markt und der Anteil der damit ausgestatteten Lastwagen steigt stetig.

In letzter Zeit sind Lastwagen leider auch in die Schlagzeilen geraten, weil sie als Waffe gebraucht wurden. Terroristen haben Lastwagen in böswilliger Absicht in Menschenmengen gesteuert – mit verheerenden Folgen. Die heutigen Sicherheitssysteme können diese nicht vollständig verhindern. Der Grund dafür ist, dass die Sicherheitsfunktionen durch den Fahrer abgeschaltet werden können. Hier setzt TransSec an und entwickelt ein System zur Einleitung von Notmanövern, die auch der Fahrer nicht abwenden kann. Zu diesem Zweck muss die Szene in der sich der Lastwagen bewegt gut verstanden werden, um das Risiko zuverlässig bewertet werden zu können.

Als Grundlage für dieses neuartige Sicherheitssystem wird eine robuste und störungsresistente GNSS-basierte Navigationsplattform entwickelt. Da das Navigationssystem hier Teil des Sicherheitssystems ist, muss konsequenterweise auch die Sicherheit des Navigationskonzepts von Anfang an berücksichtigt werden. Angreifer könnten versuchen das Navigationssystem zu manipulieren um die Sicherheitssysteme zu täuschen. Deshalb wird besonderes Augenmerk auf die Erkennung von Jamming, Spoofing und andere Arten von Sensor- oder Sensordatenmanipulation gelegt. Insbesondere sollen die von Galileo angebotenen neuen Möglichkeiten zur GNSS-Signalauthentifizierung als eine Maßnahme zur Spoofing-Erkennung implementiert werden.

Um die Qualität der Positionsbestimmung zu steigern, wird GNSS mit anderen Sensoren kombiniert. Dabei steht nicht nur die Robustheit gegenüber Messfehlern im Vordergrund, sondern auch die Erkennung von Sensordateninkonsistenzen, wie sie auftreten könnten, wenn Sensoren böswillig manipuliert werden. Dieser neuartige Aspekt wird zusammen mit der Signalauthentifizierung der Schlüssel zur Entwicklung der robusten Navigationsplattform sein.

Das beschriebene System soll im Rahmen des Projekts nicht nur entwickelt, sondern auch in Lastwagen implementiert und ausführlich getestet werden. Das Endergebnis soll eine vollständige Methodologie zur Implementierung eines sicheren Lastwagens sein, der nicht für Terrorattacken zu gebrauchen ist.

Facts

Projektpartner

  • Daimler AG (Koordinator), DE
  • TeleConsult Austria GmbH, AT
  • Vicomtech, ES
  • Waterford Institute of Technology; IR
  • University of Stuttgart, Institute of Engineering Geodesy, DE

www.transsec.eu

Auftraggeber

European GNSS Agency

Finanzierung

  • H2020-GALILEO-GSA-2017 Innovation Action
    Grant Agreement Nr.: 776355

Status

  • laufend