GeoWSN

GNSS-basiertes Frühwarnsystems zur Beurteilung der Gefährdung kritischer Infrastruktur durch Hangrutschungen

GeowSN

Ziele

Entwicklung eines auf GNSS basierenden Frühwarnsystems zur Beurteilung der Gefährdung kritischer Infrastruktur durch Hangrutschungen

Kurzbeschreibung

Durch die stattfindende Klimaveränderung kommt es im inneralpinen Raum zu einem vermehrten Auftreten von Massenbewegungen verschiedenster Ausmaße. Phänomene wie Hangrutschungen oder Felsstürze führen – aufgrund der regionalen Gegebenheiten Österreichs – zu einer erhöhten Gefährdung der Bevölkerung und der Infrastruktur. Für die Formulierung adäquater Frühwarnmodelle bzw. die Überwachung kritischer Hänge fehlt ein geeignetes Monitoringsystem, das neben der erforderlichen Genauigkeit auch wirtschaftlich vertretbar ist.

Ziel des Projekts GeoWSN ist es, aufbauend auf vorhandenen Ergebnissen zu klären, inwieweit sich ein umfassendes Monitoringsystem durch ein Wireless-Sensor-Netzwerk (WSN) für den Ausbringungsraum "Inneralpine Regionen in Österreich" realisieren lässt. Insbesondere soll analysiert werden, ob sich Low-Cost GPS-L1-Empfänger für ein Monitoringsystem eignen, und ob Precise Point Positioning (PPP) als Alternative zu Verfahren der relativen Positionierung verwendet werden kann.

Im Rahmen von GeoWSN werden seitens TeleConsult Austria Softwaremodule zur PPP-Positionslösung entwickelt und in ein Testsystem implementiert. Die Entwicklung umfasst sowohl die Algorithmen zur Positionslösung als auch die für PPP benötigten Module und Strukturen zur Akquisition und Aufbereitung präziser Daten (Ephemeriden, Satellitenuhrenfehler, Globale Ionosphärenmodelle usw.) aus externen Quellen.

Abseits der technischen Aufgabenstellungen erfolgt im Projekt GeoWSN zudem eine Analyse psychologischer Faktoren. Untersucht wird, wie die Informationsweitergabe an die Bevölkerung erfolgen muss, welche Warnstufen zu definieren sind und wie die Bevölkerung für den Ernstfall trainiert werden muss, um auf Akutsituationen richtig reagieren zu können. 

Facts

Projektpartner

  • Institut für Navigation, Technische Universität Graz (Projektleitung)
  • Institut für Technische Informatik, Technische Universität Graz
  • TeleConsult Austria
  • Geolith Consult Hermann & Loizenbauer
  • Dr. Ioana Koglbauer / Brightline Avionics
  • Abteilung 20 der Steirischen Landesregierung – Katastrophenschutz und Landesverteidigung

Finanzierung

  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) 

Status

  • Erfolgreich abgeschlossen im Jahr 2013