SIPAS

Sondierung zu Informationsmanagement-systemen, Positionsfilterung und Aktivitätserkennung für SeniorInnen

SIPAS

Ziele

Das Ziel der Sondierung SIPAS sind Untersuchungen hinsichtlich der Entwicklung eines Informationsmanagementsystems für Pflegepersonen, um die Mobilität älterer Personen in Eigen- und Pflegeheimen zu erhöhen. Es werden einerseits Konzepte für ein solches Informationssystem erarbeitet und andererseits algorithmische Ansätze für die Aktivitäts- und Positionsermittlung speziell für SeniorInnen auf ihre Machbarkeit untersucht. 

Kurzbeschreibung

Das Ziel der Sondierung SIPAS sind Untersuchungen zur Machbarkeit eines Informations-managementsystems zur Erhaltung bzw. Förderung der Mobilität und Sicherheit älterer oder pflegebedürftiger Personen in Eigen- und Pflegeheimen. Die Sondierung ist als Vorbereitung eines F&E-Projekts zur Entwicklung dieses zentralen Informationssystems geplant. Das Informationsmanagementsystem stellt in Notfällen allen Beteiligten umfassende Informationen zur Notfallbewältigung bereit. Mit Hilfe von mobilen Endgeräten (Smartwatches) werden die Position, die Aktivität und die Vitalparameter der betreuten Personen kontinuierlich ermittelt, in Echtzeit an das Informationssystem übertragen und entsprechende Meldungen dem Pflegeeinsatzpersonal, den Angehörigen oder Ersthelfern weitergeleitet. Durch dieses Informationssystem kann sofort eruiert werden, was passiert ist, wem es passiert ist und wo es passiert ist. Hierzu muss untersucht werden, welche Methoden und Algorithmen sich für die Positionierung und Erkennung des Aktivitätszustandes speziell für ältere Personen eignen. Aktuelle Systeme zur Positionierung in Innenräumen benötigen entweder eine teure Infrastruktur oder sie liefern unzureichende Genauigkeiten für Notfallszenarien. Außerhalb von Gebäuden erfolgt die Positionierung über Verfahren der Satellitenpositionierung. Sowohl im Innen- als auch im Außenraum müssen bis dato die absoluten Positionierungsergebnisse durch relative Positionsänderungen aus Inertialmessdaten gefiltert bzw. gestützt werden, um zuverlässig und kontinuierlich Positionen zu erhalten. Innerhalb dieser Sondierung wird ein Partikel-Filter Ansatz untersucht und erarbeitet, der speziell an die Bewegungsmuster älterer Personen angepasst wird und den aktuellen Aktivitätszustand integriert. Ebenso wie der Partikel-Filter sind Algorithmen zur Erkennung des Aktivitätszustandes stark personenabhängig und noch nicht speziell für den Einsatz bei älteren oder pflegebedürftigen Personen untersucht. Aktuelle Gesamtlösungen zur Positionierung, Aktivitätserkennung und Alarmierung existieren für diese Anwendergruppe nicht. Bestehende Systeme decken nur einzelne Komponenten des geplanten Systems ab und basieren auf speziellen, teuren Endgeräten. Innerhalb dieses Sondierungsprojektes werden die erwähnten Algorithmen zur Positionierung und Schätzung des Aktivitätszustandes auf Basis von kostengünstigen Off-the-Shelf Endgeräten, im speziellen mit den Sensoren einer Smartwatch, untersucht. Ein weiteres Ziel der Machtbarkeitsstudie ist die Erarbeitung von Richtlinien und die Untersuchung verschiedenster Konzepte für ein solches Informationsmanagementsystem. 

Hierbei werden für das Human Factor Design geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Aspekte und die Anforderungen der Endnutzer berücksichtigt. Die Endnutzer haben sich per Letter of Interest bereiterklärt, der Sondierung beratend beiseite zu stehen. Außerdem soll die Akzeptanz der Off-the-Shelf Endgeräte (Smartphones oder Smartwatch) unter den SeniorInnen und pflegebedürftigen Personen untersucht werden. 

Facts

Projektpartner

  • Technische Universität Graz – Institut für Navigation, Graz (Projektleitung)
  • TeleConsult Austria GmbH, Graz

Finanzierung

  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) / BMVIT 

Status

  • Erfolgreich abgeschlossen im Jahr 2015