DEMONA

Demonstration of UAS Integration for VLL Airspace Operations

Ziele

Im Rahmen von DEMONA werden erstmalig in Österreich die Integration eines unbemannten Luftfahrzeugs in den zivil genutzten Luftraum und die dabei verwendete Flugführung basierend auf dem Satellitennavigationssystems Galileo erfolgen. Hierzu werden die Teilsysteme Navigationsempfänger und –datenfusionierung, Luftraumabgrenzung, Datenlink sowie Kollisionsverhinderung in ein leichtes UAS integriert um damit mit diesem Instrumentenverfahren Flugerprobungen durchzuführen.

Kurzbeschreibung

Die derzeit in Österreich bewilligten unbemannten Luftfahrzeuge dürfen nur im unmittelbaren Sichtbereich des Benutzers am Boden und bis zu einer Flughöhe von 150 m über Grund eingesetzt werden (UAS Klasse 1). Dem sicheren Betrieb außerhalb der Sichtweite (Beyond Visual Line-of-Sight, UAS Klasse 2) stehen momentan mehrere Aspekte entgegen. Derzeit existieren keine Mindeststandards (SARPs) der ICAO für den für die Steuerung und Überwachung des Fluggeräts nötigen Datenlink (C2-Link), für den nötigen Kollisionsschutz gegenüber Hindernissen am Boden und in der Luft (Detect & Avoid) sowie zur benötigten Navigationsperformance zur sicheren Abgrenzung des Flugpfads von anderen Verkehrsteilnehmern. Zudem sind die ICAO-Manuals zur Planung von Instrumentenverfahren nicht auf UAS ausgelegt. Das Projekt DEMONA zielt darauf ab, in diesen Themen einen Innovationssprung zu erzielen.

Das Konsortium verfolgt drei übergeordnete Ziele, die zu einer starken internationalen Sichtbarkeit der geplanten Forschung beitragen werden. Auf der Ebene des Flugsystems sowie der Ebene der technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen wird eine zulassungsfähige Referenzarchitektur für leichte UAS der Klasse 2 und eine Referenzarchitektur für eine minimal ausgerüstete mobile Bodenkontrollstation zur Bedienung des UAS erarbeitet. Diese umfassen die oben aufgeführten Elemente. Anhand dieses Systems wird eine erstmalige Erprobung eines Klasse-2-UAS in Österreich in der Luftraumklasse G und die erstmalige Demonstration eines Galileo-basierten UAS-Fluges erfolgen. Weiters wird die Erarbeitung einer Knowledge Base in Bezug auf Instrumentenanflüge und auf dieser basierend ein erstmaliger automatisierter Landeanflug eines UAS der Klasse 2 mittels GNSS erprobt und umgesetzt.

Die Projektpartner werden mit dem Vorhaben ihre führende Rolle im Bereich der UAS-Forschung ausweiten und zur Entstehung von Lufttüchtigkeits- und Betriebshinweisen für unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 2 beitragen und damit der nationalen RPAS-Community helfen, die in den vergangenen Jahren eingenommene Marktlücke im Bereich der Klasse-1-UAS zu festigen, auszubauen und neue zivile Anwendungen zu ermöglichen.

Facts

Projektpartner

  • FH JOANNEUM, Institut Luftfahrt
  • AIT Austrian Institute of Technology
  • TeleConsult Austria
  • Austro Control
  • Drone Rescue Systems
  • IGASPIN
  • TU Graz, Institut für Geodäsie

 

Finanzierung

  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG